Köstlich! Das ist das, was mir spontan zu den Büchern der beiden Allgäuer Volker Klüpfel und Michael Kobr einfällt.
Nach „Milchgeld“, „Erntedank“ und „Seegrund“ ist „Laienspiel“ das neue Buch der beiden. Die Rahmenhandlung ist zugegebenermaßen etwas weit hergeholt (internationaler Terrorismus im Allgäu) aber die Beschreibung Kluftingers einfach genial. Hier wird ein spitzbübischer Provinzkommissar karrikiert, der mit gesundem Menschenverstand allerlei Peinlichkeiten eingeht aber trotzdem und vielleicht auch gerade deshalb immer seiner Linie treu bleibt. Die Bekanntschaft seiner Frau mit dem Ehepaar Dr. Langhammer (eingebildeter Mediziner, der in etwas fortgeschrittenerem Alter mit dem Trend geht und deshalb per se Kluftinger zur Weißglut treibt) wird hier ebenso weiterentwickelt wie die Reise durch das schöne Allgäu, auf die der Leser im Verlauf der Lektüre geschickt wird.
Kaum erwähnenswert, daß Kluftinger auch diesen Fall wieder mit Bravour löst. Bis dahin habe ich aber des öfteren laut über die Fettnäpfchen gelacht in die er manchmal mit Anlauf springt…
Kurzum: 13/15 Punkten
P.S. Kluftinger Fans sollten sich das hier mal ansehen: kommissar-kluftinger.de