Schweigeminute, Siegfried Lenz

Nachdem die „Deutschstunde“ das einzige Werk war, das ich bis jetzt von Siegfried Lenz gelesen habe, drängte sich „Schweigeminute“ direkt auf.

Die Handlung an sich ist kurz umrissen: Wir befinden uns an der Küste im deutsch-dänischen Grenzgebiet, man zahlt noch mit der Mark…. Ein etwa 18 jähriger Schüler verliebt sich in seine wenig ältere Englischlehrerin. Beide beginnen eine Affäre, die im Unfalltod der Lehrering tragisch endet.

Eine Geschichte, wie man sie schon des öfteren gelesen hat – was ist an dieser besonders?
Lenz schreibt in direkt sinnlicher Prosa. Fast kann man das Salzwasser schmecken, die Seeluft riechen und den Seewind auf der Haut spüren. Die Personen wirken erstaunlich lebendig, obwohl er sie und ihre Gefühle nur skizziert. Trotzdem wirken sie anmutig und zart, fast zerbrechlich zugleich.

Ein schönes Buch, das man wegen des sprachlichen Ausdrucks einfach genießen kann…

13/15 Punkte


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